Alpaca & Wolle

WOLLE

Das Vlies der Götter

Alpacawolle ist eine der feinsten und edelsten Naturfasern der Welt. Ihre Feinheit und Weichheit ist nur noch von der ihres Urahnen des Vicunjas noch übertroffen. Seit tausenden von Jahren wird Alpacawolle vom Menschen verarbeitet und geschätzt. Schon bei den Inkas galt sie als Luxusgut und Statusymbol und das nicht nur wegen ihrer luxuriösen Qualitäten.

Das Haar hat grosse Vorteile gegenüber unseren einheimischen Wolltypen wie z.B. Schafwolle. Durch die Lebensweise der Kameliden hat sich ihr Fell in einer Art Thermofliess entwickelt, das im Winter und kalten Nächten die Tiere vor Kälte schützt, zugleich aber extrem Atmungsaktiv ist um bei warmen Tagen die Körpertemperatur wunderbar ausgleicht. Sie hat eine sieben Mal grössere Wärmekapazität als die von Schafwolle.

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  • Luftdurchlässig
  • Klimatisierend
  • Feuchtigkeitsregulierenden
  • Strapazierfähig
  • Anschmiegsamer als andere Wolle
  • 7 Mal wärmer als Schafwolle
  • Antiallergisch (kein Lanolin)
  • Pflegeleicht

Feinheit

Bei Alpacahaar handelt es sich um eine Faser, die teilweise hohl ist. Dies macht sie besonders leicht und fein. Je nachdem, von welcher Rasse das Material stammt oder aus welcher Schicht des Felles das Haar entnommen wird, kann die Feinheit der Faser von 15 bis 70 µm variieren, wobei Royal Alpaca über 19 µm und Baby Alpaca sogar über 22,50 µm liegt.

 

AlpacaWolle im Vergleich zu Kashmir

Ganz klar sind beide Wollarten absolute Luxusfasern und die Alpacawolle steht der Kashmirwolle in Sachen Weichheit in keinster Weise nach, im Gegenteil: Alpacawolle hat durchaus einige Eigenschaften die denen des Kashmirs‘ überlegen sind:

  • Temperaturausgleichend: Diese Eigenschaft ist einiges ausgeprägter als bei Kashmirwolle.
  • Keine Fuseln: Kashmir neigt zum Fuseln. Dies ist nicht so bei Alpacawolle, da die Haare länger sind und so weniger fuseln und verfilzen.
  • Widerstandsfähiger: Da Alpacawolle weniger behandelt werden muss ist sie robuster.
  • Allergie verträglich: Sie enthält kein Lanolin (Wollfett) und ist dadurch verträglicher als Kashmir.
  • Weltproduktion:  Kaschmir ca. 14.-15.000 Tonnen, Alpacafaser ca. 4.000 Tonnen. Ein Alpaca liefert pro Jahr ca. 3. kg der kostbaren Fasern.

 

FArbe

Die Tiere haben von Natur aus verschieden farbiges Fell (über 25 verschiedene Farbtönte von schwarz zu grau bis beige und braun). Dies ermöglicht uns eine Vielfalt an Farben zu produzieren ohne die Fasern chemisch behandeln zu müssen.  

 

 

ALPACAS

Alpacas sind Verwandte der Lamas und Teil der Kameliden Familie.

Sie sind Tiere der Hochebenen der südamerikanischen Anden (Peru, Bolivien und Chile), in 4.000 bis 5.000 m Höhe. Sie sind daher perfekt den harschen Bedingungen angepasst. Wie oben schon erwähnt, können sie dank ihres widerstandsfähigen Haares extreme Temperaturschwankungen aushalten. In den kalten Nächten hält ihr Fell die Wärme am Körper und durch die Leichtigkeit der Fasern ist es auch atmungsaktiv in den heißen Sommertagen.

 

Geschichte

3000 v. Chri haben die Inkas begonnen die Alpacas zu domestizieren. Im Gegensatz zu ihren Verwandten den Lamas, wurden sie nie als Lasttiere gezüchtet sondern nur wegen ihrer Wolle. Für die Inkas galten Kleidungsstücke und Decken aus Alpacawolle immer als Zeichen des Wohlstandes.

Nach dem die Spanier die Region kolonisierten geriet das Alpaca ins Vergessen der Bevölkerung und wurde von den mitgebrachten Schafen an den Rand des Aussterbens getrieben. Erst nach der Unabhängigkeitserklärung der Kolonialherren, wurde die Zucht der Alpacas wieder aufgenommen. Der heutige Bestand wird auf 3 Millionen geschätzt, der Hauptanteil lebt in Südamerika. Zu unserer grossen Freude dürfen wir seit einiger Zeit diese unglaublichen Tiere bei uns in der Schweiz bewundern.

Die Alpacas zeichnen sich durch ihr sanftes Gemüt aus. 1Sie sind sehr freundliche und gutmütige Wesen, intelligent, neugierig und liebevoll.